Erstfahrt mit dem 2018er Levo Comp FSR Carbon 6Fattie

Von: Christian Stöger

Am Dienstagmittag vor Allerheiligen habe ich etwa anderthalb Stunden Zeit bevor ich mich mit meiner Schwester ihrem Sohn treffe. Wir möchten gerne nochmal zum Raritätenzoo vor der Winterpause. Ich will vorher noch etwas biken gehen einen coolen Trail runterknacken, das ist aber in der Zeit in Kufstein nur schwer möglich.

Darum beschließe ich mit etwas elektrischem Rückenwind nachzuhelfen. Zufällig ist vor kurzem das 2018er Specialized Levo Comp FSR Carbon 6Fattie als Testbike eingetroffen – das perfekte Gerät dafür.

Ich wollte die neue Software Version 1.3 eh immer schon mal ausprobieren. 15% mehr Power und super sensible Abstimmung werden ja von Specialized versprochen – mal sehen. Also Pedale rauf, Sattelhöhe und Federung eingestellt, schon kann es losgehen.

Von Kufstein fahre ich auf der Bundesstraße Richtung Langkampfen und dann rechts rauf zum Stimmersee. Die 13% steilen Rampen auf dem Schotterweg zum Dreibrunnenjoch sind ideal zum warm werden. Mit Stufe zwei kommt man im Steilen immer noch sehr flott voran, es fühlt sich aber trotzdem überhaupt nicht unnatürlich an.

Das mag wohl teilweise an dem entkoppelten Antrieb liegen, aber das kenne ich ja schon von den älteren Versionen. Die Steuerung dieses neuen Bikes ist aber so sensibel, es regelt sogar das Treten im Wiegetritt aus. Man hört den Motor kaum arbeiten und man spürt auch keine Vibrationen an den Pedalen – ich bin ehrlich beeindruckt.

Flott erreiche ich die Abzweigung Richtung Schneebergweg und biege links ab, wieder steile Rampen. Ich wechsle auf Stufe drei und ziehe problemlos hinauf. Nun hört man den Motor dann doch deutlich arbeiten. Als es wieder flacher wird, schaltete ich zurück, man muss es ja nicht übertreiben. 😉

Der Plan ist es, bis Kaltwasser rauf zu treten und dann den Fußweg runter zu trialen, bis er unten bei Hausern wieder auf die Forststraße führt. Oben angekommen – Federung auf, Sattel runter, Reifendruck kontrolliert und noch etwas abgelassen. Das 6Fattie brauch ja nicht allzu viel Druck.

Noch gewartet bis alle Fußgänger vorbei sind, dann ging‘s los. Wumba!!! Das Bike fährt sich auf dem Trail einfach bombastisch! Die fetten 2,7“ Reifen bieten Grip ohne Ende. Ich glaube ich kann mir alles erlauben, doch dann am zweiten Abschnitt, ich komme nicht mehr um einen Kopfgroßen Felsen herum und muss geradeaus drüber walzen. Biiing!! Durchschlag. Shit, hoffentlich kein Platten, ich habe keinen Ersatzschlauch dabei. Ich habe Glück, die Luft hält und die Felge hat auch keinen Schaden.

Von nun an etwas vorsichtiger. Ich cruise den Rest runter zum Dreibrunnenjoch Weg und biege links ab Richtung Thiersee. Über die Marblinger Höhe drüber, weiter unten links zum Längsee und danach weiter Richtung Hechtsee. Die Stufen bevor ich zum See runterkomme spüre ich kaum. Auf losem Schotter, wie auf dem Weg runter zur Kieferer Straße fahre ich wie auf Schienen. Die 6Fattie Reifen geben einem eine unvergleichliche Sicherheit. Ich komme beim Shop an, Fahrzeit 1h 30min. Ich ziehe mich um, mach mich sauber und weiter geht’s zum Raritätenzoo in Ebbs – die Affen haben Hunger.

https://www.strava.com/activities/1255091940